Task‑Switching erzeugt eine kognitive Umstellungsgebühr: mentale Spuren der alten Aufgabe bleiben aktiv, während die neue noch keinen stabilen Zugriff hat. Diese Interferenz verschlechtert Reaktionszeiten, erhöht Fehler und senkt die Tiefe der Verarbeitung. Untersuchungen zeigen spürbare Einbußen selbst bei vermeintlich winzigen Wechseln, etwa dem kurzen Blick aufs Handy, weil das Arbeitsgedächtnis erneut orchestriert und inhibitorische Kontrolle anzieht.
Multitasking vermittelt ein trügerisches Gefühl von Tempo, doch Qualität und Behaltensleistung leiden. Die Aufmerksamkeitsressourcen sind begrenzt und werden bei parallelen Anforderungen verdünnt. Das führt zu flacherer Enkodierung, mehr Korrekturbedarf und sinkender Zufriedenheit mit dem Ergebnis. Besonders problematisch: Wiederkehrende Halbreize, wie Pop‑ups und Vorschauen, reaktivieren orientierende Reflexe und schwächen die für anspruchsvolle Denkarbeit nötige Stabilität.
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